Was ist Peer-Mediation?
Was ist Mediation? (Quelle: www.peermediation.lu )
Mediation ist ein Verfahren für konstruktive Konfliktlösung. Es wurde in den USA entwickelt, gelangte mit einiger Zeitverzögerung nach Europa und wird heute in vielen Bereichen angewandt (Wirtschaft, Politik, Umwelt, Familie,
Schule).
Wörtlich übersetzt bedeutet Mediation „Vermittlung“. Bei einer Mediation versuchen die Konfliktparteien freiwillig und unter der Leitung eines neutralen Dritten (= Mediator/-in), eine einvernehmliche und tragfähige Lösung ihres Konfliktes zu finden.
Mediation ist zukunftsorientiert , d.h. das vorhandene Problem wird aufgearbeitet, vor allem wird aber nach einer fairen, realistischen und ausgewogenen Lösung für die Zukunft gesucht.
Die Wirksamkeit der Mediation beruht vor allem darauf, dass alle Beteiligten sich gerecht behandelt fühlen und dass Lösungen gefunden werden und nicht Gewinner und Verlierer (Win-Win Strategie).
Voraussetzungen für Mediation:
Damit das Mediationsgespräch Erfolg versprechend durchgeführt werden kann, müssen auf Seiten der Konfliktparteien folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Sie müssen freiwillig am Mediationsgespräch teilnehmen. Niemand kann zu einer Mediation gezwungen werden!
- Sie müssen grundsätzlich eine Einigung anstreben. Wo kein Wille, da kein Weg!
- Sie müssen den/die Mediator/-in akzeptieren.
- Sie müssen bereit sein, mitzuarbeiten und die Regeln des Mediationsgesprächs zu beachten.
(Auszug aus: Trainingsunterlagen für Peer-Mediatorinnen und Peer-Mediatoren)
Was ist Peer Mediation?
Das Verfahren, in dem Schüler und Schülerinnen als Mediator/-innen bei Konflikten zwischen anderen Schülern und Schülerinnen eingesetzt werden, wird als Peer-Mediation bezeichnet. (Peer-Group = Gruppe von Gleichaltrigen)
(Auszug aus: Trainingsunterlagen für Peer-Mediatorinnen und Peer-Mediatoren)
Folgende Gründe sprechen für den Einsatz von Peer-Mediation:
Im Jugendalter nimmt der Einfluss von Erwachsenen als Sozialisationsinstanz ab. Die Gleichaltrigengruppe (Peer-Group) gewinnt in Bezug auf Einstellungen und Verhalten an Einfluss.
Gleichaltrige sind eher in der Lage, sich in die Gefühls- und Erlebenswelt ihrer Altersgenossen einzufühlen als Erwachsene.
Zwischen Jugendlichen, auch zwischen verschiedenen Altersstufen, ist das Autoritätsgefälle nicht so hoch wie zwischen Erwachsenen und Jugendlichen. Es kann daher eher eine Atmosphäre der Angstfreiheit und Offenheit entstehen.
Kinder und Jugendliche, die in der Mediation erlebt haben, dass sie ohne Hilfe von Erwachsenen Konflikte selbst lösen können, erfahren einen Zuwachs an Selbstwertgefühl und sozialer Kompetenz, der sie auch für andere Situationen stärkt.
Kinder und Jugendliche erfahren, dass sie selbst die Atmosphäre in ihrem Umfeld positiv beeinflussen können und entwickeln Verantwortung dafür.
Die sprachliche Kompetenz der Kinder und Jugendlichen wird gefördert.
Wer als Kind oder Jugendlicher die Kompetenz zur konstruktiven Konfliktlösung erworben hat, ist auch als Erwachsener in Beruf und Privatleben eher in der Lage, mit Konflikten konstruktiv umzugehen.
Ein paar Infos
über uns …
Gründungsjahr
2008
Ausgebildete mediatoren
55 Jungs und Mädels (bis 2012)
AusbildungsStunden Streitschlichter
160 Stunden
